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welche anfallsform habe ich?

man unterscheidet, ganz grob gesagt, zwei gruppen von anfallsformen: generalsierte und herdförmige anfälle. diese sind dann in weitere untergruppen eingeteilt.

generalisierte anfälle

der grand-mal-anfall, bei dem das kind steif wird (tonisch), stürzt und zuckt. manchmal schlägt die zuckende zunge den speichel zu schaum, der dann aus dem mund läuft. die anfälle dauern gewöhnlich weniger als 1 bis 3 minuten, können aber auch länger sein, das ist bei jedem kind ganz verschieden.

die absence ist eine kurze bewußtseinspause, bei denen das kind in seiner handlung verharrt, einen starren blick bekommt und nach oben schaut. die anfälle dauern gewöhnlich nur ein paar sekunden. der "hans guck in die luft" hat so einen anfall.

myoklonische anfälle

kurze, vereinzelte zuckungen von armen oder auch vom ganzen körper. bei einer zuckung kann die zahnbürste im hohen bogen durch das badezimmer fliegen, die heiße teetasse in der küche aber leider auch. bei diesen anfällen ist das bewusstsein stark getrübt oder verloren.

fokale (oder herd-, oder partielle) anfälle

beim einfachen fokalen anfall reagiert eine bestimmte stelle (region) im gehirn. ds kind kann zucken oder es spürt etwas, das eigentlich nicht da ist. das kind ist bei vollem bewußtsein, kann aber z.b. die bewegung nicht unterdrücken.

beim komplexen fokalen Anfall sind mehrere regionen des gehirns beteiligt. das kind schiebt z.b. einen stuhl durchs klassenzimmer, öffnet und schließt ständig das fenster. es kann auf die umgebung reagieren und scheinbar antworten, was aber keinen sinn macht. dsa bewußtsein ist eingeschränkt, so ähnlich wie im halbschlaf, wo man traum und wirklichkeit nicht unterscheiden kann.

beim sekundär generalisierenden anfall beginnt der anfall z.B. mit einem fingerzucken, dann handzucken, dann der ganze arm, eine körperhälfte und dann die andere. während des anfalls schwindet das bewusstsein. den fokalen beginn nennt man auch vorgefühl (aura).

nach allen anfallsformen sind die kinder entweder sofort wieder fit oder sie fühlen sich elend oder haben starke kopfschmerzen.– das ist von kind zu kind und von anfall zu anfall verschieden.